Studien und Berichte

In loser Folge wird hier auf interessante Beiträge und Studien aus Wissenschaft und Forschung rund um das Thema Kindeswohl hingewiesen. Über einen Link kommen Sie jeweils zu den Originalveröffentlichungen oder Herausgebern.

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Studie zur "Effektivität des Babylotsen-Unterstützungsangebotes an psychosozial belastete Mütter und ihre Kinder und Familien" in PubMed veröffentlicht, 22.08.2019

225 bzw. 157 Familien nahmen 2013 an der vergleichenden Studie teil. Ziel der Untersuchung waren die Auswirkungen eines perinatalen Vorbeugeprogramms, das signifikant psychosozial belasteten Müttern und Familien angeboten wird. Die Frage war: Wie effektiv ist das frühe Unterstützungsprogramm Babylotsen-Plus für sie?

Unter dem Titel "How effective is the early support program Babylotse-Plus for psychosocially burdened mothers and their infants? A comparative intervention study" hat PubMed online am 22.08.2019 die Ergebnisse der Studie veröffentlicht. 

Kurzinfo zum Artikel (in Englisch; auf der Seite nach unten scrollen)

Vollständiger Artikel (in Englisch)

 

 

Entbindungen und Geborene – aktuelle Zahlen der Berliner Gesundheitsberichterstattung (29.9.2018)

In der Publikation "Entbindungen und Geborene" werden Daten der geburtshilflich gynäkologischen Statistik ausgewertet. Hierzu liefern die Berliner Geburtskliniken sowie die freiberuflich in Berlin tätigen Hebammen und die Geburtshäuser Daten zu Entbindungen und den geborenen Kindern in Berlin. Dargestellt werden die zeitliche Entwicklung der Entbindungszahlen sowohl im klinischen als auch im außerklinischen Bereich sowie die Art der Geburt. Für die Analyse der geborenen Kinder nach Geschlecht und Geburtsgewicht erfolgte erstmalig eine Kooperation mit dem Lenkungsausschuss Qualitätssicherung Berlin (QBB) und Herrn Prof. Dr. Bührer, Direktor Klinik für Neonatologie CharitéUniversitätsmedizin Berlin. Daten aus der Qualitätssicherung der Berliner Krankenhäuser konnten zur inhaltlichen Ergänzung der vorliegenden Auswertung gewonnen werden.

Die Publikation "Entbindungen und Geborene" ist die dritte Veröffentlichung in der neuen Reihe KURZ INFORMIERT der Berliner Gesundheitsberichterstattung und ist am 29.9.2018 erschienen. Dort können Sie die 5-seitige Publikation herunterladen.

Aufklärungskampagne "Schütteltrauma" 2017 nach repräsentativer Befragung durch NZFH

Aufklärungskampagne von Bündnis gegen Schütteltrauma und Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH)   Wie hoch der Aufklärungsbedarf in der Bevölkerung zum Schütteltrauma ist, zeigt eine aktuelle Repräsentativbefragung des Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH): Nur 79 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass man Babys niemals schütteln darf; 24 Prozent meinen irrtümlicherweise, dass Schütteln einem Baby nicht schade. Und deutlich weniger Männer als Frauen kennen die Strategie zur Impulskontrolle, die das NZFH auf den Materialien bewirbt. Plakat, Flyer, Film und die Internetseite elternsein.info zeigen den Eltern Wege auf, mit der Situation besser umzugehen.
NZFH-Kurznachrichten 18/2017.

Zwischenbilanz 2017: Ein Jahr Berliner Kinderschutzambulanzen

2017 wurde anlässlich des einjährigen Bestehens der Kinderschutzambulanzen Berlin ein Zwischenfazit gezogen. Dieses wurde unter anderem in folgenden Publikationen vorgestellt:

"Kindeswohl gefährdet"   Ein Jahr Kinderschutzambulanzen. Fachleute untersuchten im ersten Jahr 366 Kinder, die möglicherweise misshandelt oder vernachlässigt wurden. Jeder dritte Verdacht bestätigte sich. taz, 15.05.2017

"Ein Jahr Kinderschutzambulanzen in Berlin – eine Zwischenbilanz", Berliner Ärzte 5/2017

Evaluation des Babylotse-Plus-Screeningbogens, veröffentlicht im Bundesgesundheitsblatt 10/2016

Die Untersuchung des einfachen Instruments zur Identifizierung psychosozial belasteter Eltern von Neugeborenen der Berliner Charité wurde von Silvia Fisch, Theresa Keller, Nurina Nazmy, Ulrike Stasun. Thomas Keil, Christine Klapp vorgenommen. Ziel war es, die diagnostische Genauigkeit eines perinatal eingesetzten, einfachen Screeningbogens zur Identifizierung psychosozial belasteter Familien zu evaluieren.

Diese spezielle Anamnese anhand eines Anhaltsbogens (im Forschungsprojekt "Babylotse-Plus-Screeningbogen" genannt) bildet die Grundlage für die Unterstützungsangebote der Babylotsen der Charité an die Eltern (siehe dazu Über die Babylotsen der Charité).

Für alle Geburten der Berliner Charité im Zeitraum 1.1.–31.8.2013 füllte medizinisches Personal im Rahmen des Projekts Babylotse-Plus einen 5‑minütigen Screeningbogen mit 27 Items aus. Ein daraus resultierender Summenscore ≥3 wurde als „auffällig“ definiert. Anschließend erfolgte zur genauen Erfassung der familiären Ressourcen und möglicher psychosozialer Belastungen ein einstündiges, standardisiertes Elterninterview, welches als Referenzstandard für die Evaluation des Screeningbogens verwendet wurde.

Der Artikel zur Untersuchung und ihre Ergebnisse können im Bundesgesundheitsblatt 10/2016 nachgelesen und als PDF heruntergeladen werden.