Schwangerschaft und Geburt in Corona-Zeiten

Was bedeutet das für mich als Schwangere?
Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf mein Baby?
Könnte ich meinem Baby das Coronavirus übertragen?
Darf der Vater meines Babys bei der Geburt dabei sein?

Auf diese und viele weitere Fragen finden Sie hier Antwort bzw. Links zu verlässlichen Institutionen. Die Informationen werden laufend ergänzt.
Darüber hinausgehende oder sehr persönliche Details besprechen Sie gerne mit unseren Babylotsinnen.

Sie befinden sich hier:

Die Babylotsinnen der Charité sind für Sie da – trotz Corona-Pandemie

"Unsere Grundhaltung ist eindeutig: Babylotsen gehören zur Basisversorgung der Familien - psychosoziale Unterstützung ist jetzt wichtiger denn je", schreibt der Qualitätsverbund Babylotsen e. V., dem auch die Babylotsinnen der Charité angehören.

Die aktuell erschwerte Lebenssituation durch das Coronavirus Covid-19 verunsichert auch Schwangere und junge Eltern. Aber Sie sind nicht allein! Gemeinsam mit Ihnen suchen wir auch jetzt nach Lösungen, informieren Sie über Angebote rund um die Geburt und leiten Sie, wenn gewünscht, an die passenden Hilfen weiter.

Sprechen Sie hierüber auch mit unseren Babylotsinnen

Coronavirus, Schwangerschaft und Geburt – wichtige Informationen

Die Einschränkungen durch das neue Coronavirus Covid-19 greifen auch in das Leben von Schwangeren und jungen Eltern ein. Auf einige der vielen drängenden Fragen haben wir für Sie eine Sammlung wichtiger und vor allem verlässlicher Informationen zusammengestellt: aus der Gynäkologie und Geburtshilfe, von Ärzteverbänden, Hebammen, dem Bundesgesundheitsministerium, dem Robert-Koch-Institut und andere mehr.

Sollten Sie hier auf eine oder mehrere Ihrer speziellen Fragen keine zufriedenstellende Antwort finden, können Sie sich gerne auch an die Babylotsinnen der Charité wenden.

Häufig gestellte Fragen von Schwangeren und ihren Familien – Antworten von Fachverbänden der Gynäkologie und Geburtshilfe

Für Schwangere und ihre Familien hat die GBCOG, ein Zusammenschluss mehrerer Fachverbände der Gynäkologie und Geburtshilfe, ein Informations-PDF zu spezifischen Risiken der Covid19-Virusinfektion zusammengestellt. Antworten gibt es auf besonders häufig gestellte Fragen wie:

  • Bin ich als Schwangere mehr gefährdet?
  • Was soll ich tun, wenn ich oder jemand aus meiner Familie positiv getestet wurde?
  • Was passiert, wenn ich in der Selbstisolation Wehen bekomme?
  • Wird mein Baby auf Covid-19 getestet?
  • Kann ich mein Baby stillen?
  • Zu allen Fragen gibt es Hinweise, was Sie tun oder an wen Sie sich können.

Auch die Babylotsinnen der Charité beantworten Ihre Fragen gerne. 

Wer darf bei der Geburt meines Kindes dabei sein? Wie handhabt das die Geburtsmedizin der Charité?

„Eine gesunde Begleitperson“ lässt die Charité zur Geburt in ihre Kreißsäle – wenn es der Partner ist. Das gelte auch bei einer Entbindung per Kaiserschnitt für den OP-Saal, sagt der Direktor der Klinik für Geburtshilfe Prof. Dr. Wolfgang Henrich. Er könne auch im Familienzimmer der Klinik bleiben, wenn er möchte (siehe im Tagesspiegel vom 17.03.2020).

Für diesen Artikel wurden mehrere Berliner Geburtskliniken gefragt, wie sie mit der aktuellen Corona-Situation und einer Geburt umgehen, welche Regelungen gelten?
In manchen Kliniken dürfen Väter nur auf die Wochenbettstation, in anderen auch mit in den Kreißsaal. In wieder anderen Krankenhäusern darf der Vater oder eine andere Vertrauensperson der Gebärenden mit, wenn er oder sie das möchte. Entscheind ist jedoch: "Das Fachpersonal muss gesund bleiben."

Fragen Sie in Ihrer Geburtsklinik, was sie erlaubt. Wir haben für Sie eine Liste der 18 Berliner Geburtskliniken und Telefonnummern auch der dortigen Babylotsinnen zusammengestellt.

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (DGGG) empfiehlt, Väter bei der Geburt zuzulassen.

Aktuelle Sprechzeiten und Telefonnummern der Babylotsinnen der Charité

So erreichen Sie die Babylotsinnen der Charité in der Corona-Zeit. PDF zum Herunterladen.

Schwangerschaft und die Geburt eines Kindes werfen schon in normalen Zeiten viele Fragen auf. Es ist natürlich, dass sich junge Frauen und Männer informieren wollen oder unsicher sind, "wie das denn nun alles geht". Durch das Coronavirus Covid-19 kommen kommen neue Fragen und Unsicherheiten hinzu. Diese können Sie gerne mit unseren Babylotsinnen besprechen. Wir sind für Sie da!

Anlässlich der Coronavirus-Pandemie und dem großen Informationsbedarf von Schwangeren und jungen Eltern dazu haben auch die Babylotsinnen der Charité ihre Sprechzeiten verändert.

Sie sind nun von Montag bis Freitag von 9 - 12 Uhr telefonisch erreichbar:
- im Campus Mitte unter 030 450 664 660
- im Virchow-Klinikum unter 030 450 664 387 und 030 450 664 407
und jederzeit per E-Mail.

So können Sie den Babylotsinnen zunächst Ihre Fragen oder Ängste mitteilen. Sie werden dann gemeinsam mit Ihnen nach für Sie passenden Lösungen suchen. Sie werden Sie über bestehende Angebote rund um die Geburt (auch außerhalb der Charité) informieren, ggf. werden Kontakte zu anderen zuständigen Institutionen für Sie hergestellt.

Unsere Babylotsinnen sind i. d. R. auf den Mutter-Kind-Stationen. Das Pflegepersonal oder die Hebammen geben Ihren Kontaktwunsch gerne weiter.
Die Babylotsinnen melden sich dann bei Ihnen.

Covid-19 und Schwangerschaft/Geburt: Was sollten Sie beachten? Linkzusammenstellung der DGPMG besonders für Fachpersonal

Die Deutsche Gesellschaft für Pränatal- und Geburtsmedizin (DGPGM)

hat unter "Aktuelles" eine besondere Linksammlung für Fachpersonal der Pränatal- und Geburtsmedizin zusammengestellt. Sie enthalten das aktuelle Wissen zu COVID-19 (Corona) und Schwangerschaft/Geburt sowie Handlungsempfehlungen.

COVID-19 im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Stillen – Information des Berliner Hebammenverbandes

Der Berliner Hebammenverband schreibt dazu am 22.03.2020:

COVID-19 im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Stillen
Ob während der Schwangerschaft eine Übertragung von der erkrankten Mutter auf das ungeborene Kind stattfinden kann, ist nicht abschließend geklärt. Bislang gibt es darauf keine Hinweise. Dennoch sollten Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden, um das Ansteckungsrisiko möglichst gering zu halten.

Bei Symptomen wie Fieber, Husten oder Atembeschwerden sollten schwangere Frauen so früh wie möglich ihre Ärztin oder ihren Arzt aufsuchen.

Auch beim Stillen ist darauf zu achten, dass alle notwendigen Vorsichtmaßnahmen berücksichtigt werden. Auf direktem Wege, also über die Muttermilch, werden nach aktuellem Kenntnisstand keine Atemwegsviren übertragen. Vielmehr kann Stillen das Immunsystem des Neugeborenen stärken. Auf den Websites von UNICEF und dem Verband der Still- und LaktationsberaterInnen Österreichs (IBCLC) finden Sie weiterführende Hinweise zum Umgang mit dem Coronavirus in der Schwangerschaft und beim Stillen:

UNICEF: Coronavirus – Das sollten Eltern und Schwangere wissen

IBCLC: VSLÖ-Empfehlung Corona-Virus Covid-19 und Stillen

Royal College of Obstestricians & Gynaecologists: Coronavirus (Covid-19) infection and pregnancy

 

Für Ihre Hebammensuche finden Sie hier einige Adressen.

COVID-19, Geburt und Nachsorge: Gespräch mit einer Hebamme

Die Berliner Zeitung führte mit einer Berliner Hebamme ein Gespräch über die Verunsicherung bei Schwangeren durch das Coronavirus und die darauf angepasste Arbeitsweise von Hebammen. Zum Interview

Für Fachpersonal der geburtshilflichen Versorgung: empfohlene Präventionsmaßnahmen der GDDD e.V.

Für Fachpersonal in Kliniken
stellt die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. (GDDD)eine Übersicht mit empfohlenen Präventionsmaßnahmen für die geburtshilfliche Versorgung in deutschen Krankenhäusern und Kliniken im Zusammenhang mit dem Coronavirus zur Verfügung. Hier gibt es unter anderem Empfehlungen

  • zum Umgang mit Verdachtspatientinnen bzw. positiv getesteten Patientinnen
  • zum Eigenschutz des Personals
  • zum geburtshilflichen Management
  • zur Betreuung Neugeborener und ihrer Mütter
  • zu beachtenswerten Anweisungen Klinikpersonal, Schwangere und Angehörige

Verlässliche Informationen zum neuartigen Coronavirus Covid-19 und Infektionsschutz vom BZgA

Das Coronavirus beschäftigt gerade die ganze Welt. Viele Menschen informieren sich darüber im Internet oder tauschen sich in sozialen Netzwerken aus. Es gibt viele seriöse Informationen im Internet – leider kursieren aber auch viele Falschinformationen. 

Hinzu kommt, dass der Stand des Wissens sich praktisch täglich ändert und gerade seriöse Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler offen sagen, dass sie im Moment nicht auf alle Fragen sichere Antworten geben können.

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) stellt als Behörde im Geschäftsbereich des  Bundesminsteriums für Gesundheit auf ihren Seiten umfangreiche aktuelle und fachlich gesicherte Informationen rund um das Coronavirus und die Erkrankung Covid-19 bereit. Sie finden hier außerdem wichtige Hygiene- und Verhaltensregeln und -empfehlungen zur Vorbeugung von Infektionen sowie Kurzbeschreibungen von Infektionskrankheiten und Erregersteckbriefe. Verständlich erklärt — auch in Gebärden- und Leichter Sprache. Alle Informationen werden zur Zeit regelmäßig überprüft, angepasst und ergänzt.

Unter dem #zusammengegencorona gibt es wichtige Hygiene-Tipps, Merkblätter und Infografiken in englischer, türkischer und weiteren Sprachen, auch zum Download.

Auf einer Extra-Seite wird auf die Frage "Wie finde ich verlässliche Informationen zum Coronavirus?" eingegangen (Zeilen anklicken):

Auch werden Informations-Materialien für verschiedene Zielgruppen bereit gestellt wie z. B. Plakate und Comics für Kinder und Schulen, für Pflegeeinrichtungen, chronisch kranke Menschen, zur häuslichen Quarantäne und anderes mehr.

Verlässliche Informationen von Bundesministerium für Gesundheit, RKI und anderen

Tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus und hilfreiche Download-Tipps stellt das Bundesministerium für Gesundheit zur Verfügung. Auch in Gebärden-, Leichter Sprache und Englisch. Basiswissen und spezielle Informationen für Menschen in vielen Lebens- und Arbeitsbereichen, zu Symptomen, Übertragung und zum Schutz vor Corona gibt es auf bei #zusammengegencorona. Eine umfangreiche Übersicht über Nachbarschaftsinitiativen, von Sportvereinen u.v.a.m. können Sie auf#WirbleibenZuhauseeinsehen.

Der Integrationsbeauftragte des Bundes (BAMF) informiert mit Videos, Podcasts, Merkblättern usw. in Englisch, Türkisch, Polnisch, Französisch, Italinienisch, Krotatisch, Rumänisch, Bulgarisch, Farsi/Dari, Chinesisch, Russisch und Arabisch verschiedenen anderen Sprachen.

Breit informieren können Sie sich auch beim Robert-Koch-Institut (RKI) und über den Corona-Podcast des NDR mit Prof. Christian Drosten, Virologe an der Charité Berlin

CovApp der Charité: Eine Entscheidungshilfe bezüglich Arztbesuch oder Coronavirus-Test?

Die von der CharitéUniversitätsmedizin Berlin und data4life entwickelte CovApp soll Ihnen helfen, die Notwendigkeit eines Arztbesuches oder Coronavirus-Tests besser einzuschätzen. Dazu werden Ihnen Fragen zum Beispiel über eventuelle Kontakte zu Infizierten und Ihre Symptome gestellt. Am Ende erhalten Sie konkrete Handlungsempfehlungen, Ansprechpartner und Kontakte sowie eine Zusammenfassung Ihrer Daten. Nutzen Sie diese App, wenn Sie unsicher sind, ob Sie zum Arzt, zum Test oder in ein Krankenhaus gehen sollten. Das Ausfüllen dauert etwa fünf Minuten.

Der Fragebogen ist anonym und wird nur auf Ihrem Endgerät (zum Beispiel Smartphone) bearbeitet und gespeichert. Ihre Antworten werden nicht an die Entwickler der App oder über das Internet an Dritte übertragen.

Etwas mehr Hintergrundinformationen zur CovApp finden Sie zum Beispiel im Tagesspiegel vom 18.03.2020.